Gastronomie seit 1438

BRAUHAUS

GOLDENER SCHWAN

Ein kleiner Streifzug durch die Geschichte des „Goldenen Schwans“

Im 15. Jahrhundert befindet sich der „Goldene Schwan“ zunächst im Besitz seiner Namensgeber, der Familie Swane, die mehrere Häuser am Aachener Markt besaß und den „Schwan“ höchstwahrscheinlich als Stammhaus nutzte. In den Unterlagen des Aachener Stadtarchivs wird der „Schwan“ 1438 als „Weinschenke“ erwähnt, vermutlich dient er jedoch zwischenzeitlich auch als Poststation, in der Pferde gewechselt werden und Reisende eine Unterkunft und Wegzehrung erhalten. Im Jahre 1460 wird das Haus „Zum Schwan” vom damaligen Bürgermeister Stefan von Roide für 17 Gulden Jahreszins an Johann von Ameln verkauft.
In der Folgezeit entwickelt sich der „Schwan“ zum beliebten Treffpunkt der Aachener Bürger: Er ist ebenso Nachrichtenbörse wie gesellschaftliches und politisches Kommunikationszentrum und darüber hinaus Stammlokal der Aachener Zünfte und Vereine. Im „Schwan“ wird diskutiert und politisiert – und statt Wein zunehmend selbst gebrautes Bier getrunken!
Nur der Schriftzug über dem Eingang des „Goldenen Schwans“ und die alte Brauereianlage in den Gewölbekellern erinnern heute noch daran, dass das Wirtshaus im 19. Jahrhundert eine Hausbrauerei ist, in der sich die Aachener gerne auf ein gepflegtes Bier treffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlagert der „Schwan“ seinen gastronomischen Schwerpunkt und verwöhnt die Aachener Bevölkerung als eines der ersten neuen deutschen „Schlemmerlokale“ mit einer gutbürgerlichen Wirtshausküche.
Als was auch immer man den „Goldenen Schwan“ seit den 1960ern bis heute bezeichnet hat – er war, ist und bleibt ein Treffpunkt für Jung und Alt, ein modernes Wirtshaus mit jahrhundertealter Tradition, in der sich Gäste aus allen Schichten, allen Nationen und allen Altersstufen wohlfühlen!